11 Fragen an Marc Stocker

We are family

Der Song ist bei Marc Stocker Programm. Er ist studierter Musiker, Vater und Blogger für Musik, die ihr Zuhause wieder verstärkt! in den heimischen Wänden haben soll. Nicht als Konsumgut, sondern als DMY – Do music yourself. Bereits seit zwei Jahren macht er sich mit Eltern und Kindern auf die Suche nach Instrumenten, die zu ihnen passen – für mehr Hausmusik. Wir finden das spannend und eine echte Harmonie-Maßnahme für junge Familien.

eins-zwei-vater.de: Hallo Marc, schön, dass wir dich fragen dürfen…

Marc Stocker: Hallo aus der Schweiz!

Was bedeutet Musik machen für dich?

Marc Stocker: Es ist Ruhepol, Entspannung, Fokus legen auf das Simple.

Was ist deine erste bewusste Erinnerung an Musik?Interview mit Max von Thun

Marc Stocker: Das Tape im Walkman mit Elton John, Abba, Cat Stephans etc. drauf, hat mir die Ohren für Musik geöffnet. Ich wusste zwar nicht alles über die Texte, aber Musik muss man auch nicht erklären. Nur fühlen

Welche Bedeutung hatte Musik in deiner Familie als du Kind warst?

Marc Stocker: Nix. Sie war so unbedeutend wie ein Plastiksack im Wind.

Wann hast du ein Musikinstrument gelernt, studiert etc. und hast du gerne geübt?

Marc Stocker: Begonnen hatte ich mit Saxophon in der Oberstufe. Im Keller übte ich gern für mich allein. Zu studieren fing ich mit 25 an: Gesang und Klavier an der WIAM Winterthur für den Master. Bis heute übe ich fast täglich. Es ist kein Muss. Es ist ein innerer Impuls, dem ich nachgehen will.

Hattest du eine Band in der Schulzeit oder hast du jetzt eine bzw. immer noch?

Marc Stocker: Immer wieder mal. Zur Zeit bin ich einfach ich.

Wer sind deine musikalischen Vorbilder?

Marc Stocker: Jazz: Oscar Brown Jr., Pop: Mackelmore Ryan Lewis, Rock: Incubus, Indie: Ks Choice.

Welche Rolle spielt Musik heute in deiner eigenen Familie?

Marc Stocker: Eine ganz große und wichtige. Wir spielen selbst. Jeder von uns. Auch die Kleinsten. Begonnen haben wir bereits schon mit unser ersten Tochter – im Bauch meiner Frau. Jeder spielt dann, wenn er mag. Mal allein, mal zusammen. Meistens inspiriere ich meine Frau und meine Kleinste mich.

Warum, findest du, ist Musik für Kinder so wichtig und warum kann man damit gar nicht früh genug anfangen?

Marc Stocker: Es ist eine reine Selbstfindungsreise für die Kinder und auch für uns selbst. BabySteps in jedem Gelernten erzeugt nicht nur Glückshormone, sondern es macht einen selbst unheimlich stolz, etwas neu zu können, was man davor nicht konnte. Dieses Gefühl geniesst jeder in jedem Alter. Ausserdem ist Musik wertfrei. Einen Bereich in der Gesellschaft zu finden, wo man nicht bewertet wird, ist rar. Hört ein Kind Musik, bewertet es diese nicht. Höchstens, ob man wegschalten muss, weil sie ihm unangenehm erscheint. Kinder werden bereits als Säuglinge bewertet in ihrem Tun. Mein ganz persönlicher Appell: Gönnt ihnen mehr musikalischen Freiraum und bewertet sie nicht in ihrem Spiel. Auch nicht in der Musik.

Du bietest ganzheitliche Musik für die ganze Familie zusammen mit deiner Frau Cathie an. Wie seid ihr darauf gekommen?
Es war die logische Schlussfolgerung, durch denn Weg, den wir gegangen sind. Es macht auch man meisten Spass zuzusehen, wie jeder alleine und alle gemeinsam wachsen.

Harmonisch: Marc und Cathie Stocker.

Was heißt in diesem Zusammenhang ganzheitlich?
Ganzheitlich bedeutet für uns: Musik darf man, ohne Angst vor Fehlern zu haben, spielen und genießen. Wir sind ja auch in einem speziellen Gebiet tätig. Das heißt, dass es das so noch gar nicht gibt, mit neuen Instrumenten und einem Sack voller Ideen, sind wir auf der Reise, um anderen zu helfen. Musik dient als Katalysator, um andere Themengebiete zu erschließen. Damit man selber erkennen darf, wo man sich unsicher und sich nicht selbst geliebt fühlt. Solche Themen werden beim Musik machen schnell ersichtlich und das Schöne ist, dass man in einer Familie solche Themen gemeinsam auffangen kann. Das erleben wir immer wieder, wie viel schönes JA in einem schüchternen NEIN steckt – man kann es zusammen herauskitzeln. Was auch sehr wichtig ist: Dass man sich nicht zu schämen braucht, weil es ja Familie ist.

Ach ja, … was ist aktuell die Lieblingsmusik, das Lieblingslied deiner Kinder (und vielleicht auch deine/s)?

Marc Stocker: George Ezra, Clueso, Pentatonix, India.Arie, Papas Cover Songs.

eins-zwei-vater.de: Danke für deine inspirierenden Antworten. Deine Väter Tim, Max-Ludwig und Kalle.

Mehr zu Marc Stockers Arbeit und Angeboten findet ihr HIER. Noch mehr zum Thema „Väter ziehen neue Saiten auf“, lest ihr bei uns.

Maxispaß mit der Loog Mini

Die Loog Mini ist eine drei-saitige Kindergitarre, die Marc Stocker uns und euch sehr ans Herz legt. Damit es Krach gibt zuhause. Aber nur einen, der genau das vermeidet: dicke Luft. Denn Musik machen baut Aggressionen ab, stimuliert das Denken, erzeugt Glücksgefühle und eine harmonische Stimmung auch bei schiefen Tönen. 😉 Es muss nicht alles perfekt sein. Wichtig ist: Probieren geht über studieren. Marc sagt: Keinen unnötigen Respekt vor der Komplexität von Instrumenten. Einfach auf Entdeckunsgsreise begeben und der Musik Step by Step näher kommen.

Dazu möchten wir euch noch ein Experiment aus dem Hause Stocker vorstellen: Coming up.

 

 

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