Bereit für´s Finale?

Und vorher nochmal richtig durchatmen: Im luftgarten-berlin.de kann man angenehm auslüften und einfach mal locker lassen. Meike und ich sind oft da, trinken Apfelschorle und Weizenbier, verputzen Würstchen vom Lavagrill und machen uns über die selbstgemachten Salate her. Man kann dort auch wunderbar Fussi gucken. Im Luftgarten gibt´s eigentlich (fast) alles, was werdende Eltern brauchen. Der Luftgarten ist ein friedlicher und freundlicher Ort, an dem man noch dazu richtig gut feiern kann. (Zum Thema Umweltschutz: Was von der Luft in Berlin ingesamt zu halten ist, bitte hier nachlesen.)

Ich will die WM genießen, auch wenn Jogis Jungs nicht mehr um den Pokal flitzen. Von denen sind übrigens schon viele Väter und ich würde wirklich gern mal einen von ihnen interviewen. Toni Kroos zum Beispiel, der hat Sohn und Tochter und trotzdem sitzt sein Haar immer perfekt. Kann ich von mir nicht behaupten. Aber ich arbeite daran, also an meiner Frisur. Und die Nationalmannschaft? Woran arbeitet die? An ihrer Moral. Oder was meint ihr?

Mit Wehen-den Fahnen zum Finale

Mit dem Interview wird das wahrscheinlich erstmal nichts und mit der Frisur sowieso. Dafür fiebere ich dem Finale entgegen. Kurz nach Ende der Weltmeisterschaft haben wir es nämlich geschafft. Dann kommt unsere Tochter zur Welt. Ihren Namen wollen wir noch nicht verraten. Ehrlich gesagt haben wir uns auch noch gar nicht entschieden. Auf unserer Liste stehen fünf Namen, die wir ihr wahrscheinlich am Ende alle geben werden. Einer davon ist der von meiner schwäbischen Oma Hilde.

Hoffnungsträger: Oma, Jogi und die Hebammen

Oma Hilde ist ein großer Fan von Jogi Löw, auch ein Schwabe. Jetzt ist ihre Laune allerdings seit Wochen im Keller. Ok, Oma, denk einfach an dein Urenkelkind, das bald da ist. Besser als jeder Pokal. Finde ich. Ich freue mich deshalb auf Sonntag, auf ein spannendes Endspiel der Franzosen gegen die Kroaten und wünsche mir Kroatien als Sieger (yes!), aber mehr nicht. Kein Bedauern, dass die Deutschen raus sind, keine allzu große Begeisterung für das Fussballfest ansonsten. Ich denke an die Geburt.

Ich könnte zur Beruhigung meine Trommel mitbringen. Das war ja mal mein Plan. Zum Anfeuern oder Beruhigen. Ich habe aber mittlerweile mitbekommen, dass man als Vater eher im Hintergrund bleiben soll. Es sei denn, man wird um aktive Hilfe gebeten. Ich frage mich, wie Toni Kroos im Kreissaal drauf war. Auf welchen Pass hat er gewartet, ist er losgestürmt, war er defensiv, offensiv, wurde er ausgewechselt, gar nicht erst aufgestellt, musste er vom Platz getragen werden? Vielleicht sollte ich statt Toni Kross lieber eine richtig gute Hebamme interviewen. Das hat aber die Berliner Zeitung zum Glück für mich gemacht. Lest selbst, was die Berliner Zeitung mitgeschrieben hat.

Das „Finale“ früher und heute

Wie war das eigentlich 1759? Elisabeth Dorothea Schiller, geb. Kodweiß entbindet in der Erdgeschosswohnung des Schölkopf’schen Hauses am 10. November 1759 ihr zweites Kind. Einen Tag später wird der Knabe auf den Namen Johann Christoph Friedrich getauft.

Uns steht eine elementare Erfahrung bevor. Davon bin ich überzeugt. Ich habe hier gelesen, wie vor 30.000 Jahren geboren wurde und heute wieder geboren wird. Das macht mir Mut und andererseits ist es auch verunsichernd. Es gibt nicht die eine Art zu Gebären und an vielen Stellen dominiert die Medizin den Geburtsvorgang und bestimmen nicht Mutter und Kind. Auch wenn seit vielen Jahren wieder die natürliche Geburt im Fokus steht, ganz lösen von den Möglichkeiten der Medizin können Meike und ich uns nicht. Meike wird in ein Geburtshaus gehen. Und eine Neonatologie ist mit dem nächsten Krankenhaus nicht weit.

Doch das Vertrauen, dieses „in guter Hoffnung sein“, das wird manchmal schwer, wenn man beim x-ten CTG die Herzschläge hört, die Überwachung jeder kleinsten Abweichung unter dem Radar erfahrener Ärzte ist und man sich fragt, wollen wir nicht genau das, den maximalen Schutz, soviel Sicherheit wie möglich? Max-Ludwig, von dem ich es nicht erwartet habe, hat mir dann letztens etwas dazu gesagt, was mich beeindruckt hat: Wieso „wir“? Das Kind bekommt deine Frau. Sie entscheidet. Und das ist wahr, Max-Ludwig. Ein aufgeklärter Golfer du bist. 😉

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Hehe! Mein Name ist Tim, 32, Bio- und Chemielehrer mit Freude und außerdem seit 6 Jahren hocherfreut über meine Partnerin Meike, die ...

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1 Kommentar zu “Bereit für´s Finale?”

  1. Heiner aus Pankow sagt:

    Olé!

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