Ball ist es soweit.

Freunde, am 14. Juni ist Anpfiff! WM! Traumwetter, Bierhimmel, große Erwartungen sowieso. Mein Sohn, der noch aufs Schlüpfen wartet, soll ja laut Mutter nicht zum Golfer werden. Die Gelegenheit für mich, eine andere Ballsportart beliebt zu machen: Fussball. Und siehe da – Stine hat mitgemacht. Sie steht auf Fussi. Das ist der Ball und der Rasen, der ihr auch für unseren Richard angemessen erscheint. Die beliebteste Sportart der Deutschen, sagt Stine, kann man nicht ignorieren. Das ist Volksgut. Da kommt man nicht drum herum. Schon gar nicht mit einem Bauch, der aussieht, als hätte man einen Riesenfussball verschluckt.

Wie ein Mann

Ich bin erleichtert, dass meine Göttergattin bei diesem Spiel mitspielt. Ich finde, dass man als Jungsvater einfach kein ganzer Vater ist – ohne Fussball. Ich bin mir sicher, das sehen manche anders. Tim, sach an! Aber für mich sind Vater und Sohn eben von Anfang an ein Team durch Bundesliga, Stadionbesuche, Blutgrätschen und Torjubel bis zum Umfallen. Golf ist toll, aber Fussball, auch wenn ich es schon lange nicht mehr spiele, ist frenetisches Feiern, ist Auto-Corso, Vuvuzuela, Laoala-Welle und Zusammenstehen wie ein Mann. Ich steh da drauf. Ich freu mich drauf. Wie ein kleiner Junge. In vier Jahren jubelt Richard dann mit und kickt – wenn er will. Zum Beispiel hier: Fortuna Pankow. Ich fange auf jeden Fall wieder an…

Wer hat das letzte Wort?

Als ich selber ein kleiner Junge war, ist gefühlt gestern gewesen, habe ich gekickt, was das Zeug hält. Mein Verein war der TSV08 in Großborstel/Eppendorf  bei dem ich als offensiver Mittelfeldspieler immer wieder zum Torjäger wurde, bis mein Kumpel mich zum Golfen mitnahm, da war ich vielleicht 16. Das hat mich dann schwer beeindruckt. Das war ein ganz anderer Lifestyle. Es war ruhig, gediegen und trotzdem aufregend, weil es immer nach dem noch schöneren Leben roch.

Katar 2022?

Nicht, dass ich das zuhause nicht gehabt hätte. Ich hatte es prächtig im Eppendorfer Eigenheim mit Pool und ziemlich viel Party, weil mein Vater einfach gern Party macht. Bis heute. Golfen ist nicht sein Ding. Er ist ein Selfmademan der alten Schule. Er ist dabei kein Parvenu, der sich lächerlich macht oder auf weniger Erfolgreiche herabschaut. Er ist vor allem ein Spaßvogel. Das hat mir immer an ihm gefallen. Golfen war ihm da einfach zu langweilig. Macht nichts. Ich finde es großartig. Womit sich am Ende doch wieder herausstellt, welchem Sport meine wahre Liebe gilt. Golf schlägt Fussball. Oder: Golf hat immer das letzte Wort. Arme Stine! Da muss sie wohl durch.

Einen letzten Link kann ich mir zur WM 2022, an Weihnachten, jetzt nicht verkneifen. Wie kann es sein, dass hier keiner dazwischengrätscht?

Aber vielleicht passiert das ja noch. Es wäre sehr zu hoffen. Sonst spreche ich ein Machtwort und veranstalte ein Golfturnier im Wüstensand. Macht immer noch mehr Sinn als eine Fussball-WM an Weihnachten. Hohoho!

Über Max-Ludwig

Seid gegrüsst, Väter im Werden oder bereits Gewordene, ich bin Max-Ludwig, 43, verheiratet mit der wunderbaren Stine, die eigentlich alles besser kann als ich ...

Alle Beiträge von Max-Ludwig

Alle Beiträge anzeigen

Schreibe dem Autor eine persönliche Nachricht.

Über Max-Ludwig

Seid gegrüsst, Väter im Werden oder bereits Gewordene, ich bin Max-Ludwig, 43, verheiratet mit der wunderbaren Stine, die eigentlich alles besser kann als ich ...


Alle Beiträge von Max-Ludwig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.