Papa-Panik

Manchmal habe ich jetzt Panik. Ich gebe zu, es fällt mir nicht leicht, dass zu sagen. Ich bin nicht der Typ, der in Panik verfällt. Bei der Arbeit bin ich bekannt als der, der auch dann noch ruhig bleibt, wenn alle die Nerven verlieren und herumtorkeln wie auf einem sinkenden Schiff. Stört mich alles nicht. Ich mag das sogar: Stress, Anspannung, einfach den Druck, jetzt, genau jetzt, funktionieren zu müssen.

Vielleicht hilft ein Besuch im Berliner Ensemble beim PANIKHERZ.

Papas Kopfgeburten

Aber JETZT, kurz vor der Geburt von Richard, bin ich ein einziges Nervenbündel. Sagt Stine. Sage ich. Ich sehe nur noch Katastrophen auf uns zukommen. Dass die Bank mich absägt, meine Golffreunde mich nicht mehr anrufen, die Windelberge über uns zusammenbrechen, Stine einen Neuen hat, Richard mit drei Köpfen auf die Welt kommt, Berlin eine Überschwemmung erlebt und so weiter. „Wer hätte das gedacht“, sagt meine Frau, „dass du solche Ängste haben kannst?“ Tja. Ich wäre froh, wenn ich wenigstens die Sache mit der Unternehmens-Kita schon geregelt hätte. Plötzlich habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit wegrennt, dass ich zu gar nichts mehr komme. Dass ich heute schon zu spät für übermorgen bin. Stine hat geseufzt und gesagt: „Du musst mal raus.“ Sie hat mich dann mitgenommen. Ins Theater.

Kita und Küche

Ich lese einen Artikel im Spiegel und verfalle, na, in Panik. Was, wenn wir keinen Kita-Platz finden, oder erst so spät, dass Stine auch auf einmal in Panik gerät, ihr alles zu viel wird und kein Gericht, dass ich erfinden könnte, sie noch bei mir hält – und wenn ich es aus Rosen zaubern würde? Ich frage euch, in vollem Ernst, auch wenn hier vielleicht schon ein paar grinsen und Witze reißen, was kann ich tun, um runterzukommen? Was macht es gerade so schwer, bei einem Wein auf meiner Terrasse zu sitzen, mein ziemlich gutes Leben zu genießen und nach einem Zweitnamen zu suchen für meinen Sohn?

Ach ja, wenn ich gar nicht mehr weiter wissen sollte, dann werde ich mich an Profamilia wenden. Das ist ein Tipp von Tim, der meine Panik Ernst nimmt, genauso wie Max-Ludwig. Danke, Männer!

Über Max-Ludwig

Seid gegrüsst, Väter im Werden oder bereits Gewordene, ich bin Max-Ludwig, 43, verheiratet mit der wunderbaren Stine, die eigentlich alles besser kann als ich ...

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1 Kommentar zu “Papa-Panik”

  1. Hartmut sagt:

    Papanik! Du schaffst das, Max! Dein Harry

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