DIY Papa! Heute: Tapezieren.

Klare Rollenverteilung beim Heimwerken

Das kann ich schon alleine, sagen Kinder gerne. Das machen wir easy selbst, sagen die Väter. Wir machen zum Beispiel die Wände schön. Kalle behauptet, er sei ein Spitzentapezierer. Er kann angeblich nicht nur gärtnern, sondern auch kleistern und kleben. Ok, mein Lieber, dann komm vorbei. Ich warte schon in meiner Malerklamotte und dann heisst es: Papa tapeziert.

Meike und ich haben uns für die praktische Vliestapete entschieden. Die Wand, an der das Bettchen unserer Tochter stehen wird, soll in einen herbstlichen Wald verwandelt werden. Die Kinderzimmertapete leuchtet in freundlichen Farben und mit ganz vielen Traumzauberbäumen auf einmal. Aber jetzt muss sie erstmal an die Wand. Ich habe alles vorbereitet. Für Kalle und mich. Max-Ludwig? Der golft.

  • Vliestapete
  • Spezialkleber für Vliestapeten
  • Tapeziergrund
  • Eimer
  • Cuttermesser
  • Senklot
  • Rührholz
  • Kleisterrolle
  • Tapezierspachtel
  • Gummirolle
  • Nahtroller

 

Alles vliest, wenn Papa tapeziert

Damit die Tapeten nicht auf die schiefe Bahn geraten, muss man alles unter Kontrolle haben. Das Tapezieren der Vliestapete ist zum Glück fast ein Kinderspiel. Im Gegensatz zu Papiertapeten müssen Vliestapeten nicht vorab im Kleister aufgeweicht werden. Stattdessen wird ein spezieller Kleber verwendet, der auf die Wand aufgetragen wird.

Untergrundrecherche: Auch wenn Vliestapeten viele Vorteile haben – es gibt Besonderheiten, die man beachten muss. Zum einen sollte der Untergrund keine großen Farbunterschiede haben, weil die Vliestapeten durchscheinend sein können. Deswegen macht es Sinn, die Wand vor dem eigentlichen Tapezieren mit einem pigmentierten Tapetengrund zu grundieren. Ist aber bei uns nicht nötig. Alles schön sauber und glatt. Puh!

Mal richtig eine kleben: Zum Tapezieren mit Vliestapeten sind nur spezielle Kleister geeignet. Dabei sollte man unbedingt die Empfehlungen des Herstellers beachten. Der Kleister wird in einem Eimer mit einem Rührholz angerührt und dann mit einer Kleisterrolle direkt auf die Wand aufgetragen. Die Kleisterrolle hat den Vorteil, dass man dabei keine Kleberreste verspritzt und der Kleber gleichmäßig aufgetragen werden kann.

Ran an die Wand: Auf den so vorbereiteten Untergrund kann man jetzt die Vliestapete direkt von der Rolle in das Kleisterbett drücken. Dabei braucht man die Tapetenbahnen vorher nicht zuzuschneiden, dies kommt alles später. Der Rollenanfang wird direkt an der Deckenkante angesetzt. Danach wird die Bahn bis zur geplanten Wandhöhe abgerollt und senkrecht ausgerichtet. Sollte die Decke schief sein, setzt man die Tapetenbahnen an der Deckenkante mit einigen Zentimetern Überstand an. Damit keine Blasen entstehen, drückt man jetzt die Vliestapete mit einem Tapezierspachtel oder mittels einer Gummirolle an die Wand.

Randlos glücklich: Die Tapetenüberstände werden mit einem Cutter-Messer entlang der zuvor angesetzten Spachtel abgeschnitten. Als nächstes wird die Vliestapete abgerollt und auf Stoß geklebt. Bahn-Überlappungen sollte man unbedingt vermeiden. Die Vliestapete ist druckunempfindlich. Die Stoßkanten richtet man so aus, dass man dafür einen Nahtroller oder eine Gummirolle benutzen kann, ohne die Tapete dabei zu beschädigen.

Statt Stammtisch: Tapeziertisch

Ich freue mich, wenn wir es geschafft haben und der Anleitung oben folgen konnten. Kalle hat ja ein Handwerker-Gen, allerdings gärtnert er lieber. Ich habe was übrig für´s Hobbybasteln, aber leider zwei linke Hände. Hammer: Einen ganzen Tag am Tapeziertisch. Das ist nach ein paar Bier hoffentlich fast so schön wie am Stammtisch…

Den Stammtisch wollen wir tatsächlich gründen. Aber wir suchen noch die richtige Location. Oder wir setzen uns einmal die Woche ein Thema, zu dem wir dann alle drei bloggen. Auch so eine Art Stammtisch. Ein Ort, den wir zu unserem wöchentlichen Wohnzimmer machen, das wäre natürlich das Optimum. Wir arbeiten daran. Und sind langsam völlig von der Rolle… Nächste Woche heisst es in dann in unserer Reihe DIY: Papa baut einen Wickeltisch. Verwicklungen vorprammiert.

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Hehe! Mein Name ist Tim, 32, Bio- und Chemielehrer mit Freude und außerdem seit 6 Jahren hocherfreut über meine Partnerin Meike, die ...

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1 Kommentar zu “DIY Papa! Heute: Tapezieren.”

  1. Heiner aus Pankow sagt:

    Bei mir gings schief!

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