Riesenthema: Erstausstattung.

Und drohender Hitzschlag. Der Countdown läuft. Wir, die Übriggebliebenen, wir schwitzen, die Hitze macht uns platt. Bestimmt sind Kalle und Max-Ludwig (plus Anhang) ebenfalls vom Wetter gebeutelt, aber für eine Hochschwangere ist es zur Zeit fast nicht auszuhalten. Wir kriechen wie Schildkröten durch die Wohnung bzw. ich und plötzlich fällt es mir siedendheiß ein: Die Erstausstattung – ist die wirklich komplett?

Meike schreckt aus ihrem Dämmerschlaf auf dem Sofa auf. Ich habe leider laut gedacht. Wir glühen jetzt beide als stünden wir kurz vor der Kernschmelze und Maikes Gesicht wird rot wie ein Heizstab. Ich renne ins Bad und bringe kalte Waschlappen. Einen klatsche ich mir gleich selber in den Nacken. Zum Glück sind Ferien, Mutterschutz und überhaupt, wir machen jetzt den letzten Check auf die erste Ausstattung.

 

Was ein Baby wirklich braucht (neben Luft, ächz, fächel, und Liebe):

  • ein Anstellbett, auch Babybay genannt, das an das Elternbett angehängt wird wie eine kleine Ausbuchtung (ein größeres Kinderbett schaffen wir uns in einem halben Jahr an, so der Plan und ich hoffe, er geht auf)
  • Meikes Wiege, in der sie selber schon als Baby schlummerte, von mir schon vor Monaten aufgehübscht, steht im Wohnzimmer
  • eine Wickelkommode, die traumschön ist und die ich mit Kalle gemacht habe – erst eine für ihn, dann eine für mich (Danke, Kalle!)
  • ein Wickeltuch von Didymos (Anzeige)
  • noch keinen Kinderwagen, aber gebraucht in Aussicht (von Hespa)
  • Babydecke aus Merinowolle, kratzfrei
  • Babyschale für die Fahrt nach Hause (Leihgabe)
  • Babybadeeimer (plus Thermometer), in dem sich Babies, so habe ich es zumindest gelesen, wegen der embryonalen Haltung, die sie darin einnehmen können, besonders wohlfühlen
  • 2 Babykuschelhandtücher mit Kapuze
  • 6 Strampler in Babygröße (müsste ich nachgucken, schaffe ich aber nicht, Hitzschlag droht…)
  • 6 Bodies (Größe unbekannt, siehe oben, sicher klein)
  • 4 Strumpfhosen
  • 2 Leggings
  • 4 Oberteile
  • 2 Jäckchen selbstgestrickt von Oma Hilde, eines in Feinstrick und dünn, eines in Grobstrick und dick
  • Babyschühchen, ebenfalls selbstgestrickt von Oma Hilde
  • 2 Mützchen (eines für jede Wetterlage)

Besser man ist vorbereitet auf hungrige Mäuler. Deshalb: Kurz nochmal Luftholen und dann geht es weiter mit den ersten Dingen…

 

  • diverse Söckchen
  • Schlafsack (das Lammfell kann man zum Glück rausnehmen)
  • 2 Strampler, die zum Schlafen gedacht sind (ich sehe da nicht den Unterschied zu den Tages-Stramplern, aber einer hat einen Mond vorne drauf, ok…)
  • Rassel
  • Kuscheltier, Affe, garantiert frei von gefährlichen Viren 😉
  • Kirschkernkissen für´s grummelnde Bäuchlein
  • Stoffwindeln, weil uns die Umwelt wichtig ist und weil es NICHT mehr ist wie zu Omas Zeiten und weniger aufwendig und stinkig als (fast) alle denken
  • jede Menge Mullwindeln
  • und Molltontücher
  • Windeleimer
  • Babynagelschere
  • viele Babywaschlappen – keine Feuchttücher (nur für unterwegs)
  • Babywundcreme und Babyöl (ja, alles Bio, aber keine Werbung mehr, googelt doch selber)
  • weiche Babybürste
  • sehr hässliche Wickeltasche, die wir geerbt haben
  • Mobilé aus Bäumchen, das zur Kinderzimmertapete passt (ist aber noch nicht fertig, weil ich das mit Kalle machen wollte und da kam dann alles anders als geplant…)

Wenn es mit dem Stillen nicht klappen sollte oder abgepumpt wird:

  • 3 Milchfläschchen aus Glas
  • Milchsauge Größe 1
  • Baby-Anfangsnahrung von Löwenzahn Organics (Anzeige)
  • Flaschenbürste
  • Hand-Milchpumpe
  • Sterilisator
  • Milchwärmer
  • Sauger für Tee

Letzte Worte – im Schweiße meines Angesichts

Das ist das, was mir mit meinem Hitzkopf gerade noch so einfällt und was wir bereits im Haus haben. Wir sind also erstausgestattet. Großartig. Ich bin eigentlich ganz stolz auf mich, aber ich könnte natürlich etwas vergessen haben. Das Stillkissen ist es nicht. Auch nicht das Reisebett, der Wärmestrahler oder das Babyfon. Nichtmal die Spieluhr. Das brauchen wir nicht. Aber das sind nur wir. Schwitzende Menschen aus Pankow, die jetzt auch noch gleich zum letzten CTG aufbrechen müssen. Drückt uns die Daumen, dass keiner umkippt. Ich habe ein Taxi bestellt, Eiswürfelwasser gemacht und die Regenschirme stehen als Sonnenschutz bereit. Wir zählen die Stunden.

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Hehe! Mein Name ist Tim, 32, Bio- und Chemielehrer mit Freude und außerdem seit 6 Jahren hocherfreut über meine Partnerin Meike, die ...

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