Von (Kuschel)Tieren und Viren.

Das erste Kuscheltier, das ist fast so ein Thema bei uns wie bei anderen der ideale Kinderwagen. Wir haben uns hier aber –  Achtung: Schnittmenge! –  darauf geeinigt, das Kinderwagenthema auszuklammern, weil es fast nichts gibt, was Väter so gern diskutieren wie den Kinderwagen. Aus der Sicht von Tim ist das die „Alibi-Aktion“ werdender Väter schlechthin. Ich weiß nicht, ob er da nicht ein bisschen übertreibt, aber wir haben den besten Kinderwagen der Welt eh geschenkt bekommen. Von Stines Eltern. Dazu ein andern Mal mehr.

Das erste, das entscheidende Kuscheltier für unseren Richard allerdings, das haben wir noch immer nicht. Könnte an meiner „Papa-Panik“ liegen, dass so ein Kuscheltier die reinste Virenschleuder ist, eine Hochburg an Hochgiftigem, ein hygienischer Supergau.

Ein Mammut und ein paar Mikroben

Natürlich weiß ich, dass Schmutz zum Gesundsein dazugehört, das Abwehrkräfte nur so gebildet werden können, blabla.
Aber, Freunde, mal im Ernst: Nicht nur das (Kuschel)Tier, von Hase bis Hirsch, muss in seiner Symbolik gut ausgewählt sein, sondern auch das Thema rund um Tiere, ihre Viren und Bakterien, gehört nicht unter den Teppich gekehrt… Ich habe mal recherchiert und das Netz hat einiges ausgespuckt (Igitt!): Vogelgrippe und Sars, Ebola und BSE – alle diese Krankheiten laufen in der Wissenschaft unter dem Begriff „Anthropozoonosen“.

Im Klartext: Es geht um Viren und Bakterien, Pilze und Parasiten, die vom Tier, ok, nicht Kuscheltier, auf den Menschen überspringen können. Rund 200 solcher Krankheitsbilder sind heute bekannt. Durch Fernreisen können sich Anthropozoonosen sehr viel schneller ausbreiten als in Zeiten, zu denen man noch in der Postkutsche (oder nur mit dem Kinderwagen) unterwegs war. Meine Reisen machen ich erstmal sehr berlinnah.

Ich muss mich zusammenreissen, nicht zum Hypochonder zu werden und dauernd die Waschmaschine bei mindestens 60° laufen zu lassen. Bei 60 ° soll man zum Beispiel Stofftiere waschen. Ich werde Richard ein Mammut kaufen, ein Tier, dass es nicht mehr gibt und deshalb auch nichts an Krankheiten übertragen kann… Vielleicht schlage ich aber auch hier zu: coolstuff.de/Riesenmikroben

Mein Realitätscheck

Man muss über sich selber lachen können. Und wenn ihr nun denkt: Jetzt dreht der Max völlig am Rad – von welchem Virus wurde der befallen? – dann kann ich euch nur zustimmen und versichern: Übertriebene Sauberkeit, das steht in jedem anderen Väterblog, ist letztlich das viel größere Übel. Eben kein Blabla, sondern die mikroskopische Realität. Die will ich mir gar nicht so genau angucken, aber auch nicht wegdesinifizieren.

Liebe Leute, macht euch schmutzig! Und schafft euch keine Haustiere an. Aber Kuscheltiere.

Über Max-Ludwig

Seid gegrüsst, Väter im Werden oder bereits Gewordene, ich bin Max-Ludwig, 43, verheiratet mit der wunderbaren Stine, die eigentlich alles besser kann als ich ...

Alle Beiträge von Max-Ludwig

Alle Beiträge anzeigen

Schreibe dem Autor eine persönliche Nachricht.

Über Max-Ludwig

Seid gegrüsst, Väter im Werden oder bereits Gewordene, ich bin Max-Ludwig, 43, verheiratet mit der wunderbaren Stine, die eigentlich alles besser kann als ich ...


Alle Beiträge von Max-Ludwig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.